Vorgeführt

Eine Geschichte von Ambiente
 
 
 
    Wieder einmal schaute ich Bewerbungen durch, die diverse - sogenannte - Sklaven gewagt hatten, mir zu schicken. Ich suchte einen neuen Haussklaven und hatte daher in einem bekannten Magazin eine Annonce aufgegeben. Es war ein Kreuz mit diesen Möchtegernsklaven. Sie kommen mit ihren Wünschen und Versprechungen und es bleibt oft nicht mehr als ein jämmerliches Stück Mann.

    Hier hatte ich wieder so ein Exemplar: "Ich bin extrem belastbar und gehorsam. Tue alles was mir aufgetragen wird außer... Ich möchte gern dienen, aber ich mag es besonders, wenn meine Herrin dazu in Leder gekleidet ist. Ich meine - es gibt doch immer ein Geben und Nehmen oder?"

    Müll... auch dieses Schreiben wandert zerknüllt in den Papierkorb, nicht einmal einer Antwort wert. Das nächste geht den gleichen Weg.

    Ich will mich gar nicht mehr auf dieses Terrain begeben, denn versucht man es wider besseren Wissens mit ihnen, dann stellt sich heraus, sie kennen nur sich, ihre Bedürfnisse, ihre Wünsche. Ich wusste aus leidvoller Erfahrung, wenn man sich mit selbst ernannten Sklaven abgibt, ist man sehr bald Sklavin ihrer Wünsche und Forderungen.

    Ich holte mir noch einmal den Text meines Inserates und fragte mich, ob ich wirklich so unverständlich formuliert hatte:

Dominante Sie, 52 Jahre, erfahren und selbstbewusst, sucht einen devot/masochistischen Mann als Haussklaven, für den demütige Unterwerfung keine leeren Worte sind.

Ich empfinde Lust beim Anblick eines Mannes, der vor mir kniet, der unter meinen Hieben lustvoll zuckt oder auch schreit, aber mit bittendem oder auch lüsternem Blick um mehr.

Ich möchte in seine hungrigen Augen sehen, in ihnen seine Lust und Hingabe erkennen. Ich möchte Abhängigkeit darin lesen. All diese Empfindungen schenken mir Erregung und Motivation für weitere Strafen.

Ich erlaube ihm, devote und masochistische Lust zu empfinden, Qualen, Fesseln, Demütigungen, Hiebe und Erniedrigungen jeder Art genießen zu können.

Ich erwarte, dass er zeigen kann, was er fühlt. In seinem Gesicht möchte ich lesen können wie in einem Buch. Er darf bitten, betteln und flehen, worum auch immer, nur echt und überzeugend sollte es sein.

    Nein, ich war mir sicher, dass ich klar und deutlich formuliert hatte.

    Kurz überlegte ich, ob ich es für heute lassen sollte, griff dann aber doch noch einmal zu dem Stapel Briefe. Ein Umschlag fiel mir auf, ich zog ihn heraus und schenkte mir noch ein Glas Wein ein, bevor ich ihn öffnete. Auf dezentem Briefpapier erblickte ich eine ausgewogene Handschrift:

    Verehrte Dame,
Herrin wage ich noch nicht zu schreiben. Sie suchen einen Menschen, der sich in Ihren Dienst begibt, um Ihnen das Leben zu erleichtern. Dafür möchte ich mich Ihnen anbieten. Ich spüre, dass ich meinen Kopf vor dem Willen einer starken Frau beugen, mich Ihr unterwerfen möchte. Wie weit? Ich weiß es nicht, spüre nur, dass dieses der Weg ist, den ich beschreiten möchte. Prüfen Sie mich und begleiten Sie mich bei meinen ersten Schritten auf dem Weg in eine aus freien Stücken gewählte Abhängigkeit.

Ich neige meinen Kopf und harre der Dinge, die mich erwarten.


    Dieser Brief war anders, berührte mich. Ich wusste nicht was es war, fühlte nur, da steht etwas zwischen den Zeilen.

    Keine hochtrabenden Worte sondern geschriebene Sehnsüchte. Ich legte diesen Brief aus der Hand, lehnte mich zurück und schloss die Augen. Wärme klang aus den Zeilen, Unsicherheit und Bitten.

    Ich spürte, wenn ich es noch einmal versuchen sollte, dann wollte ich es mit dem Verfasser dieser Zeilen versuchen. Der Brief hob sich so sehr von den anderen ab, dass ich keinen weiteren mehr öffnen wollte.

    Ich ertappte mich dabei, nicht mehr zu überlegen "ob", sondern nur noch "wie" ich diesen Verfasser treffen würde.

    Ich ließ die früheren Treffen mit potentiellen Sklaven vor meinem inneren Auge ablaufen und spürte, so will ich es nicht mehr. Kein Cafe mit fast sabberndem Gegenüber. Kein Restaurant, wo ich nicht ohne Aufsehen zu erregen, einfach wieder gehen konnte, wenn es mir beliebt. Nein, ich wollte es anders haben, gefühlvoller, intensiver, aber doch so, dass ich bestimmen konnte, ob es zu einem Zusammentreffen kommt oder nicht.

    Ich überdachte verschiedene Szenarien, spielte mit den Gedanken und stellte fest - ich begann mich auf dieses Treffen zu freuen.

    Aber ich wollte ihn nicht einfach irgendwo hinbestellen und wie ein Stück Vieh begutachten (manche Sklaven mag das ja antörnen). Ich wollte mehr, wollte feststellen, wie sehr er es sich wünschte und wie weit er zu gehen bereit war.

    Also musste ich mir etwas Außergewöhnliches einfallen lassen. Ich griff zu Feder und Papier und antwortete:

    Prüfling,

Deine Zeilen haben mich zufrieden gestellt. Nun möchte ich feststellen, wie stark Dein Wunsch, mir zu dienen, ausgeprägt ist. Ich gewähre Dir die Möglichkeit, es mir zu beweisen.

Ich werde am Samstag in 14 Tagen ab 22:00 Uhr auf der SM/Fete im Atrium in Bochum sein.

Finde einen Weg, mir Deine Dienste anzubieten.

Lady 52

    Ich las die Zeilen noch einmal und war zufrieden. Ich überlegte nicht länger und gab den Brief zur Post.

    In den kommenden zwei Wochen ging mir das bevorstehende Treffen immer wieder durch den Kopf, und alle Gedanken kreisten um die Frage, wie sich der "Prüfling" wohl schlagen wird. Hm, Schlagen - ein leichtes Lächeln umspielte meine Lippen.

    Ich rief einige Freunde aus der Szene an und wir verabredeten uns für den Samstagabend im Atrium. Das bevorstehende Treffen mit meinem Prüfling behielt ich erst einmal für mich.

    Am Abend des Samstags begann ich mich sorgfältig vorzubereiten. Nach einer ausgiebigen Dusche trocknete und parfümierte ich mich sorgfältig ein. Als ich vor dem Schrank mit meinen Kleidern stand, konnte ich mich nur sehr schwer entscheiden, ob ich mich in Leder kleiden oder doch lieber ein außergewöhnliches Outfit wählen sollte. Ich probierte vor dem großen Spiegel beides an und wählte mein Spinnenkleid.

    Es war lang, eng anliegend und aus schwarzem feinmaschigem Netz. Es schmiegte sich an meinen Körper wie eine zweite Haut. Modellierte meine üppigen Brüste und betonte meine einladenden Hüften ganz besonders. Die Rundungen meines Pos machten so manch einen Mann wild, dass wusste ich inzwischen aus Erfahrung. Ich kannte die Wirkung meines Körpers. Früher war er mir immer zu mächtig und zu rund vorgekommen. Aber inzwischen stand ich zu meinen fraulichen Formen und hatte ein ganz eigenes Körpergefühl entwickelt.

    Ich trat nun im Kleid vor meinen großen Spiegel und betrachtete es. Vorn war ein Spinnennetz mittels Pailletten genäht, dessen Mittelpunkt genau auf meinem Lustzentrum lag. Unter dem Kleid trug ich nur einen Hauch von Slip und halterlose Strümpfe. High Heels ließen mich größer erscheinen als ich war.

    Jetzt griff ich zu den mit Pailletten geschmückten Handschuhe aus gleichem Material, die bis zu den Ellenbogen reichten. Den Blickfang des Ensembles bildete der Umhang. Er wurde hinten am oberen Rand des Kleides eingehakt, weitere Fixpunkte bildeten die oberen Ränder der Handschuhe sowie zwei Schlaufen, die wie ein Fingerring über die Mittelfinger gezogen wurden. Der Umhang war ebenfalls wie ein Spinnennetz gearbeitet und zog unweigerlich die Blicke aller Anwesenden auf die Trägerin. Ich liebte dieses Outfit und fühlte mich darin wie eine Herrscherin.

    Ich betrat gegen 21:00 Uhr das Atrium - lange vor meinen Freunden. So konnte ich einen Platz an einem leeren Tisch wählen, der es mir erlaubte, den Raum gut zu überblicken. Nach einer Weile war unsere Runde komplett. Ich fühlte mich wohl, doch meine Spannung wuchs. Was hatte sich der Verfasser der Zeilen wohl ausgedacht, um mir seine Dienste anzutragen?

    Die Unterhaltung an unserem Tisch drehte sich wie immer an solchen Abenden um das Thema SM. Wir plauderten über Lokalitäten, Feten und neu entstandene Pärchen. Auch die einzelnen Räumlichkeiten des Atriums waren Gesprächsstoff.

    Gegen 22:00 Uhr bemerkte ich ihn. Ich hatte ihn nicht hereinkommen sehen, er war einfach da. Ein schlanker Mann, elegant und gepflegt. Seine kurzen dunklen Haare standen im Gegensatz zu seinen blitzenden, hellen Augen. Hoch aufgerichtet stand er in einer Dienerlivree da und hielt ein Schild in seinen Händen:

Lady 52
zu Diensten


    Er ließ seine Augen ständig über die Anwesenden schweifen, ansonsten bewegte er sich nicht. Ich beobachtete ihn und bemerkte, dass er nach einer Weile das Schild zur Seite legte, die Jacke seiner Livree auszog und danach das Schild wieder zur Hand nahm. Wieder eine Weile später, es mochten gut 15 Minuten vergangen sein, legte er wieder das Schild beiseite und entledigte sich seiner Hosen, um danach wiederum mit dem Schild in seinen Händen bewegungslos da zu stehen.

    Das Gespräch mit meinen Freunden rauschte etwas an mir vorbei. Meine Gedanken waren bei meinem Prüfling.

    Seine Art gefiel mir, er zeigte deutlich seinen Wunsch, mir zu gefallen und ließ auch keinen Zweifel daran, dass er warten würde, bis ich ihn erhörte. Weitere 15 Minuten später zog er Schuhe und Strümpfe aus und stand nun nur noch mit Slip, Hemd und Schild da.

    Dies war der Moment, wo ich meine Freunde auf das Objekt meiner Gedanken aufmerksam machte. Ich schilderte kurz meinen Wunsch nach einem neuen Sklaven und dass ich diesen für heute Abend herbestellt hätte.

    In diesem Augenblick trat eine ledergekleidete Domina auf ihn zu und versuchte, ihn in ein Gespräch zu verwickeln. Ich war sehr gespannt, wie er sich jetzt verhalten würde. Ich konnte nicht verstehen, was sie zu ihm sagte. Er antwortete nicht, sondern hielt ihr nur sein Schild entgegen.

    Er wartete einen Augenblick, doch nachdem sie sich nicht zu erkennen gab, wandte er den Blick von ihr ab und starrte über ihre Schulter hinweg in den Raum hinein. Nach Ablauf von weiteren 15 Minuten legte er sein Hemd ab. Jetzt hatte er nur noch einen Lederslip an und stand trotzdem hoch aufgerichtet und stolz da - wie zu Beginn in seiner Livree.

    In diesem Augenblick beschloss ich endgültig, es mit ihm zu versuchen. Ich bat meine Freunde, schon in einen Spielraum vorzugehen, den ich bereits vor einigen Tagen reserviert hatte. Sie sollten sich jedoch ruhig verhalten und ihre Anwesenheit vor dem Sklaven zunächst nicht preisgeben. "Und nehmt doch bitte meine Sammlung mit in den Raum!"

    Nachdem meine Freunde den Gemeinschaftsraum verlassen hatten, ging ich auf meinen Prüfling zu. Wieder waren 15 Minuten vergangen, jetzt wollte er sich auch seines letzten Kleidungsstückes entledigen.

    Ich stellte mich vor ihn hin und sagte: "Warte".

    Ich stand nun ganz nahe vor ihm und schaute ihm tief in die Augen. "Du hast geschrieben: Ich neige meinen Kopf und harre der Dinge, die mich erwarten. Sieh mich an und wenn Du es wirklich willst, dann folge mir!"

    Ich drehte mich um und ging, ohne mich umzusehen, zu dem Raum, in dem mich meine Freunde erwarteten.

    Vor der Tür schaute ich zurück. Er stand mit gesenkten Augen direkt hinter mir.

    Mir gefiel außerordentlich, was ich da sah, und ich spürte an diesem Abend das erste Mal den Wunsch, diesen Mann beherrschen zu wollen. Nur - war er in der Lage, sich beherrschen zu lassen? War es nicht nur ein Wunschtraum von ihm? Konnte er sich aufgeben? Es gab nur eine Möglichkeit, es herauszufinden, ich würde ihn testen müssen.

    Ich nahm eine Augenbinde zur Hand und zeigte sie ihm.

    "Ich werde Dir jetzt die Augen verbinden, dann werde ich Dich in diesen Raum führen. Es erwarten Dich neue Empfindungen, Schmerzen, vielleicht Lust und Erregung. Heute gebe ich Dir noch die Möglichkeit, es jederzeit durch das Wort "STOP" zu beenden. Ich werde Deine Behandlung sofort abbrechen und Du wirst gehen. Sollte ich Dich aber als meinen Sklaven annehmen, wirst Du diese Möglichkeit nicht mehr haben. Denn dann erwarte ich Dein Vertrauen, dass ich Deine Grenzen erkenne und behutsam erweitere. Wenn Du mit all dem einverstanden bist, werde ich es mit Dir versuchen. Neige Deinen Kopf und gehe auf die Knie! Vergiss alles, was Du weißt und höre nur auf meine Stimme! Jetzt sieh mich an. Ich erlaube Dir nun, mich so anzusprechen, wie es Dir ein Bedürfnis ist!"

    Sein Blick kam langsam hoch und dann hörte ich seine Stimme zum ersten Mal. Sie klang etwas rauchig, war tief und ruhig. Nur ein leichtes Zittern schwang darin:

    "Danke Lady, bitte prüfen Sie mich, ob ich würdig bin, in Ihre Dienste zu treten."
Dann ging er vor mit auf die Knie, und ich legte ihm die Augenbinde um.

    "Steh auf! Ich werde Dich führen!"

    Ich öffnete die Tür, schob meinen Sklaven einige Schritte in den Raum hinein und schloss sie dann wieder.

    Meine Freunde hatten sich rundum an die Wände gestellt und musterten meinen Prüfling neugierig.

    Ich stellte mich genau vor ihn hin und sprach ihn leise an, denn ich wollte seine gesamte Aufmerksamkeit: "Stell Dir vor, in diesem Raum befänden sich meine Freunde. Ich will ihnen voller Stolz meinen neuen Sklaven vorführen. Enttäusche mich nicht! Und nun strecke Deine Hände vor, mit den Handflächen nach unten!"

    Er tat sofort was ich ihm aufgetragen hatte. Ich spürte seine Anspannung. Sein Atem ging schnell und kurz. Ich konnte eine Ader an seinem Hals pochen sehen.

    Ich legte nun meine Handflächen genau unter seine.

    "Spürst Du meine Hände?"

    "Ja, Lady!"

    "Spüre alle meine Fingerspitzen an den Deinen. Ich werde jetzt bis auf die Zeigefinder nach und nach alle Fingerspitzen lösen. - Spürst Du jetzt noch den Kontakt zu mir?"

    Er neigte leicht Kopf und flüsterte: "Ja Lady, ich genieße die leichte Berührung!"

    "Fein" antwortete ich, "dann verliere den Kontakt nicht. Ich werde Dich jetzt durch den Raum führen. Werde Dich zu den einzelnen Gerätschaften leiten und Dich befragen. Wenn Du mich nicht enttäuschst, werde ich eines der Geräte auswählen und Du wirst zum ersten Mal von mir geschlagen werden."

    Nachdem ich sicher war, all seine Konzentration auf die beiden Berührungspunkte gelenkt zu haben, machte ich den ersten Schritt rückwärts. Ich intensivierte den Druck an seiner Fingerspitze, zog meine Hand etwas zurück, und er folgte, bemüht, den Kontakt um keinen Preis zu verlieren. Ich ging weiter zurück und er folgte. Ich führte ihn quer durch den Raum an meinen Freunden vorbei und er folgte. Sein Atem ging nun schon ruhiger, langsam wich seine Nervosität.

    Jetzt machte ich halt und legte seine Hände auf einen Pranger: "Fühle und beschreibe mir, was Du fühlst!"

    Er tastete an dem Brett mit den drei Öffnungen entlang und gab gehorsam Auskunft: "Lady, ich glaube, dass es sich um einen Pranger handelt. Die Öffnungen sprechen dafür. Allerdings habe ich so etwas bisher nur auf Abbildungen gesehen, bitte verzeihen Sie meine Unsicherheit."

    Ich legte schweigend meine Handflächen unter die seinen und reduzierte die Berührung wieder auf die zwei Fingerspitzen.

    Diesmal führte ich ihn etwas zügiger umher und ließ ihn am Andreaskreuz stehen bleiben. Wieder führte ich seine Hände an das Holz und forderte ihn auf zu tasten.

    "Nun, was fühlst Du?"

    "Es ist ein Kreuz, ein Andreaskreuz, Lady. Ich wünsche mir so sehr, einmal an einem solchen Kreuz zu stehen und..."

    "Schweig!"

    Er zuckte zusammen und verstummte sofort.

    Diesmal nahm ich seine Handgelenke in meine Hände und führte ihn zu einer Bank, auf der ein Fesselbock befestigt war. Ich ließ ihn auf der Bank niederknien und bedeutete ihm durch den Druck meiner Hände, dass er sich vornüberbeugen sollte, bis er mit dem Oberkörper auf dem Fesselbock auflag.

    Ich löste den Kontakt zu ihm und ging hinüber zu meinen Freunden, um mir dort Hand- und Fußgelenkmanschetten zu holen. Auf dem Weg überlegte ich es mir anders und gab sie zwei Freundinnen in die Hand. Durch Zeichen bedeutete ich ihnen, mit zur Fesselbank zu kommen und sich leise rechts und links neben der Bank aufzustellen.

    Ich begann nun meinen künftigen Sklaven auf das vorzubereiten, was ich mir für ihn und mich ausgedacht hatte. Ich wollte, dass er sich mir hingab, ohne wenn und aber. Er sollte seine Wünsche in diesem Spiel vergessen, sollte sich von mir lenken lassen.

    Ich streichelte ihn. Ließ meine Fingerspitzen über seine Haut gleiten. Liebkoste seinen Rücken, wanderte auf seinem Körper mit meinen Händen weiter. Ich nahm seinen Körper in Besitz. Jede erreichbare Stelle berührte ich. Strich durch seine Haare, liebkoste sein Gesicht. Strich flüchtig über seine Lippen und ließ sogar kurz meine Fingerspitzen in seinen sich gierig öffnenden Mund gleiten. Langsam näherte ich mich dem Ziel meiner derzeitigen Begierde, seinem Hintern.

    Dieser Hintern reizte mich. Er war fest und lud zum Hineingreifen ein. Ich wollte austesten, wie weit ich gehen konnte. Wie weit er mir auf den Weg der Lust folgte. Ich hatte mein Ziel erreicht, meine Hände fanden den sich mir entgegen gereckten Hintern. Ich wollte meine Finger in diesem willigen Fleisch vergraben. Ich fühlte seine Muskeln durch das glatte Leder seines Slips. Es war im Weg, störte mich, also zog ich den Slip hinab. Ich brauchte ihn nicht einmal aufzufordern, seinen Hintern etwas von der Bank zu heben um den Slip zu entfernen. Meine Nägel gruben sich in seine Pobacken und massierten das entflammte Fleisch. Ich lauschte und hörte ein erstes verhaltenes Stöhnen.

    Während ich knetete und kniff, gab ich meinen Freundinnen ein Zeichen und sie begannen, ihm die Hand- und Fußgelenkmanschetten anzulegen. Der Körper unter meinen Händen erstarrte für einen kurzen Moment. Mein Prüfling realisierte in diesem Augenblick, dass es mehr als meine Hände waren, die ihn berührten. Ich konnte hören, wie ihm der Atem stockte, aber dann floss sein Körper wieder dahin. Die Anspannung wich, der Oberkörper schmiegte sich an das Leder des Strafbocks und sein Hintern drückte sich mir kräftig entgegen. Er hatte meine Entscheidung akzeptiert und sich meinem Willen unterworfen.

    Jetzt erst löste ich etwas bedauernd den Kontakt zu seiner nackten Haut und ging um ihn herum. Nach und nach hakte ich die Karabiner der Manschetten in die dafür vorgesehenen Ösen der Fesselbank.

    An seinem Kopf angelangt, beugte ich mich zu ihm herab, meine Lippen streichelten sein Ohr und ich flüsterte ihm zu: "Bist Du nun bereit, den Kuss der Peitsche von mir zu empfangen?"

    "Ja, Lady - ich bitte sehr darum!"

    Ich nahm ihm die Augenmaske ab, nahm seinen Kopf in meine Hände und schaute ihm tief in die Augen. "Sei stark - ich will stolz auf Dich sein!"

    Während ich um ihn herum ging, prüfte ich noch einmal den festen Sitz der Karabiner und holte mir dann die Neunschwänzige aus meiner Sammlung.

    Ich begann mit meinem Spiel der Lust und des Schmerzes. Erst berührten die Lederschnüre den Rücken meines Opfers, strichen leicht über die Haut. Ich ließ sie über die Haut tanzen, mehr ein Streicheln, kaum Schmerzen verursachend. Wanderte zu den Pobacken und wärmte die Haut mit gleichmäßigen, fester werdenden Schlägen an. Langsam röteten sich die Pohälften und ich unterbrach mein Tun, um mit einer Hand die Wärme des Hinterns zu prüfen. Ja - jetzt war er bereit.

    Ich war ebenfalls bereit. Ich genoss es, seinen Körper jetzt mein Eigen nennen zu können, ihn vor meinen Freunden zu besitzen. Berauschte mich an der Macht, die mich in diesem Augenblick wie ein heißer Lavastrom durchströmte.

    Ich ließ die Neunschwänzige über seinen Körper wandern, intensivierte die Härte der Schläge weiter und variierte das Tempo. Es war wie Musik in meinen Ohren. Jedem zischenden Schlag folgte nun ein verhaltenes Stöhnen. Er reckte trotzdem seinen Hintern den Schlägen entgegen. Wir verschmolzen zu einer Einheit. Es erregte mich, die Intensität weiter zu steigern, die Härte der Schläge seinem Stöhnen anzupassen und erst als sein erster Schrei in der Luft zerflatterte, ließ ich das Spiel langsam ausklingen.

    Ich legte die Neunschwänzige zur Seite und während ich die Karabiner der Manschetten löste, bat ich meine Freunde leise, den Raum zu verlassen.

    Ich ließ meinem Sklaven etwas Zeit um sich zu beruhigen und befahl ihm dann:

    "Steh jetzt auf und knie vor mir nieder!"

    Als er vor mir kniete, schaute ich auf ihn herab und schenkte ihm die erlösenden Worte:

    "Du hast mich nicht enttäuscht. Prüfling habe ich Dich bis jetzt genannt. Ab jetzt werde ich Dich Sklave nennen und Dir wird die Ehre zuteil, mich Herrin nennen zu dürfen."

    Seine Augen verdunkelten sich, als er fast atemlos flüsterte: "Danke Herrin!"






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