Strip bei 180

von Ambiente
 

   Endlich war die lange Wartezeit vorbei. Ich kann endlich wieder die Hand ausstrecken, um ihn zu berühren. Fast fünf Monate sind seit unserem letzten Treffen vergangen. Wie oft hatte ich die 650 Kilometer Entfernung zwischen unseren beiden Wohnorten verflucht! Aber alles das sollte jetzt keinen Platz mehr in meinen Gedanken haben...
   Wir befanden uns auf dem Weg nach München, und eigentlich hatte ich mich auf ein interessantes Gespräch mit Clemens gefreut. Aber ich hatte ihm wohl in den letzten drei Tagen zuviel abverlangt (ich bin unersättlich), deshalb lag er jetzt auf dem Beifahrersitz und schlief friedlich wie ein Baby, zumindest gut 200 Kilometer lang. Es machte mir Spaß, zu fahren und ihn wieder und wieder anzusehen. Zu diesem Zeitpunkt trug ich ein zweiteiliges Kleid, einen BH sowie einen kurzen Unterrock, dazu einen passenden Slip und eine Strumpfhose.
   Als er aufwachte, sprach das schlechte Gewissen aus seinen Augen. "Ich bin vielleicht ein Beifahrer, nicht wahr...?" Ich mußte lächeln, aber im Stillen dachte ich mir: 'Warte, mein Freund, das werde ich Dir auf meine Art heimzahlen.' Ich habe eine Art, Auto zu fahren, der mein Wagen (DB 500 SEL) sehr entgegenkommt: Schnell und spritzig.
   Bei der nächsten Raststätte hielten wir an, weil ich mal für kleine Mädchen gehen mußte. Auch er hatte ziemlichen Druck in der Hose und dieser Umstand kam mir sehr gelegen, denn so konnte ich ihn vorschicken und mir in Ruhe die Dinge aus dem Kofferraum holen, die ich brauchte: eine Tüte und eine Packung halterloser Strümpfe sowie das Parfüm, welches ihn fast elektrisch werden läßt.
   Auf der Toilette liess ich den BH, den Slip und die Strumpfhose in meiner Tüte verschwinden und rollte mir die halterlosen Strümpfe über die Beine. Ein paar Tropfen 'Clandestine' auf die strategisch wichtigen Stellen zwischen den Brüsten und den Schenkeln, hinter die Ohren und auf die Haare.
   Natürlich sagte ich nichts und stieg mit ihm wieder in den Wagen. Schon nach kurzer Zeit fuhren wir wieder auf der Autobahn Frankfurt - Würzburg - Nürnberg. Der Tacho schwankte zwischen 170 und 210. Ich fahre gern so schnell. Nach kurzer Zeit hörte ich Clemens sagen: "Hm, Clandestine - Kleines, willst Du mich verrückt machen?"
   Bewußt ruhig - ich war es längst nicht mehr - meinte ich: "Wenigstens eines, was Du bemerkt hast." "Wieso, was hast Du gemacht, Kleines, was hast Du angestellt?" Wieder sagte ich nichts und wollte es ihn selbst herausfinden lassen. Seine Hände glitten über meinen Körper und jede seiner Berührungen schürte das Feuer, welches in mir brannte, mehr und mehr.
   Schnell fand er heraus, dass da kein BH mehr seinen Händen Einhalt gebot, und die halterlosen Strümpfe brachten ihn fast an den Rand des Wahnsinns. Er steht da wahnsinnig drauf und genießt es, den Übergang zwischen Haut und Textil zu berühren. Als er dann auch noch das fehlende Höschen entdeckte, war es auch in mir auch längst nicht mehr so still, wie ich mich nach außen hin gab. Aber ich wollte ihn ja noch ein wenig bestrafen, dafür, dass er geschlafen hatte.
   Deshalb begann ich, obwohl ich weiter mit 180 über die Autobahn raste, Knopf für Knopf meines Oberteiles zu öffnen, zog es schließlich aus, wobei ich nicht unerheblich mit dem Sicherheitsgurt zu kämpfen hatte. Als ich das Oberteil ausgezogen hatte, zog ich den Unterrock aus meinem Rock und zog schließlich den Unterrock über meinem Kopf aus. Ein aufmerksamer Beobachter hätte jetzt leicht feststellen können, dass ich für kurze Zeit mit nacktem Oberkörper hinter dem Steuer meines Wagens saß. Es war schon nach Acht, also dunkel, aber Clemens konnte sehr gut alles beobachten. Sein immer heftiger werdender Atem erregte mich mehr und mehr, und als ich jetzt das Oberteil des Kleides wieder übergestreift hatte - ohne die Knöpfe zu schließen - spürte ich seine Hand zwischen meinen Beinen und ein gepreßtes: "Kleines, wenn Du jetzt nicht sofort einen Parkplatz findest, musst Du direkt auf dem Randstreifen stehenbleiben - Du machst mich wahnsinnig."
   Welche Frau hört das nicht gern, stachelte es mich doch nur noch mehr an und meine Hand auf seinem Schwanz heizte ihm noch zusätzlich ein. Irgend jemand hat wohl sein Stoßgebet gehört, denn zwei Minuten später tauchte ein P-Schild an der Autobahn auf und wir fuhren von der Bahn auf den Parkplatz ab. Er war für unser Vorhaben einfach ideal. Bäume schirmten ihn ein wenig von der Autobahn ab. Hatte ich mir einen schönen ruhigen Fick auf der Rückbank des Wagens vorgestellt, hatte er ganz andere Vorstellungen und schaffte es auch, mich in kürzester Zeit davon zu überzeugen.
   Er legte mich kurzerhand auf meinen Kofferraum und stieß seine Männlichkeit, die ich natürlich mit kundigem Griff im Wagen immer wieder angestachelt hatte, in mich hinein. Es war ein tolles Gefühl, die Lichter der vorbeifahrenden Autos zu spüren, die über unsere Körper hinweg huschten.
   Aber bevor er mich zur Explosion brachte, entdeckte er etwas vom Wagen ab einen Baum. "Kleines, weißt Du noch?", flüsterte er mir ins Ohr und zog mich zu dem Baum. An diesen gelehnt, streichelte er mich und flüsterte mir wieder und wieder ins Ohr, wie scharf er auf mich sei und dass er mich auf der Stelle vernaschen wolle. Einen Steinweg konnten wir in der Dunkelheit ausmachen, der einen kleinen Abhang hinauf führte.
   Er liess von mir ab, und engumschlungen gingen wir den kurzen Pfad hinauf und stießen auf einen steinernen Tisch (verdammt, war der hart!) mit zwei Bänken. Hier setzten wir unser lustvolles Spiel fort. Erst lag ich auf dem Tisch, dann stand ich auf dem Tisch und kurze Zeit später muss ich mit meinem Stöhnen (ich glaube, Schreien würde besser passen) sämtliche Eichhörnchen aus dem Winterschlaf geweckt haben. Einzelheiten dieser wilden halben Stunde überlasse ich Eurer Phantasie. Nicht einmal das zweite Auto, welches auf dem Parkplatz Rast machte, haben wir gehört - unsere Welt bestand nur noch aus uns beiden.
   Nach zwei weiteren Stunden Fahrt erreichten wir dann München und unser Liebesspiel dauerte bis spät in die Nacht hinein.


© 1991 Ambiente