Koffer packen

von Ambiente
 

   Da saß ich nun, inmitten all unserer Herrlichkeiten. Ich hatte unseren gesamten Spielzeugkoffer ausgepackt. Er musste dringend mal wieder ordentlich eingeräumt werden. Nach dem letzten Spielwochenende war nicht mehr viel Zeit geblieben, und so hatten wir alles einfach hineingeworfen und ihn mit Mühe und Not verschlossen bekommen. Unsere Sammlung hat sich inzwischen so vergrößert, daß wir schon einige weniger häufig gebrauchte Dinge aussortiert hatten, um den großen Metallkoffer noch einigermaßen gut verschließen zu können.
   Zuerst legte ich alle Seile zur Seite. Während ich sie nach Seilstärke sortierte und dann ordentlich aufwickelte, sah ich Dich in Gedanken, wie ich Dich das letzte Mal auf meinem Bett mit den Seilen fixiert hatte. Wieder einmal hatte ich mich selbst beglückwünscht, daß ich mich damals für ein Metallbett mit den vielen Möglichkeiten, Seile daran zu befestigen, entschieden hatte. So konnte ich Dich bis zur Bewegungslosigkeit binden. Oh ja - ich weiß, wie sehr Du es genießt, hilflos zu sein und ich kann Dir versichern, welchen Heidenspaß ich immer habe, dann alles mit Dir machen zu können, was, wie und vor allem wie lange es mir beliebt. Unsere Seilsammlung ist schon eindrucksvoll geworden. Sowohl 6mm- wie auch 8mm-Seile in weiß und in schwarz stehen uns mittlerweile zur Verfügung. Ich hatte gerade in den letzten Monaten einen höllischen Spaß daran gefunden, immer neue Muster mit den Seilen auf Deinem Körper zu zaubern.
   Jetzt komme ich zu unseren Ledersachen. Da sind die Hand- und Fußgelenkmanschetten. Du hast sie damals anfertigen lassen. Sie sind wunderbar weich gefüttert. Ohne Probleme kann man sie über Stunden tragen. Ich halte mir die Manschetten an die Nase und ziehe den Geruch tief in mich ein. Ich sehe Dich vor mir, das schwarze Leder unterbricht das noch makellose Weiß Deiner Haut. Meine Finger tasten nach den starken Karabinern, befestigen diese an den Ösen. Ich will Dich wieder ans Kreuz haken, so wie letztes Mal, als Dich diese Manschetten schmückten. Fest eingehakt, wehrlos und meinen Fingern und dem Biß der Gerte ausgeliefert.
   Dann greife ich nach dem Lederhalsband und schon wandern meine Gedanken zu unserem ersten Bretttreffen. Damals gab es noch das T-Netz/Sex, dort hatten wir uns auch kennengelernt. Ich hatte Dir als Überraschung das Halsband gekauft. Als ich es Dir anlegte, strahlten Deine Augen auf, um sich sofort wieder zu verdunkeln. Es war neu für Dich, in der Öffentlichkeit Zeichen Deines jeweiligen Status zu tragen. Ich ließ Dir Zeit, Dich daran zu gewöhnen, um dann eine Runde mit Dir spazieren zu gehen. Ich führte Dich einen Waldweg entlang und wartete, bis Du einigermaßen entspannt warst.
   Meine Hände irrten bei dem Gedanken an die damalige Szene in dem Koffer herum und tasteten nach der fiesen Schwanzfessel, die so harmlos aussieht, aber in ihrem Inneren mit Spikes geschmückt ist. Ich fand sie und in Erinnerung an die Geschehnisse im Wald fühlte ich, wie sich mein Schoß mit einer heißen Feuchtigkeit ausfüllte. Ich hatte Dir die Schwanzfessel umgelegt und Dir befohlen, Dich auf den Waldweg zu legen. Dann stolzierte ich um Dich herum, wieder und wieder. Immer wieder stellte ich meinen Fuß auf Deinen Schwanz, mal mit mehr, mal mit weniger Druck. Er richtete sich auf, wuchs und drohte fast die Schwanzfessel zu sprengen. Die Lust hatte sich auf Deinem Gesicht ausgebreitet und Du hattest alles um Dich herum vergessen. Oh, wie ich meine Macht genoss. Noch Stunden, nachdem ich die Fessel wieder entfernt hatte, waren die Male der Spikes auf Deinem Schwanz noch zu sehen.
   Wie sehr sich die Wünsche doch inzwischen erweitert hatten...gab es Momente, in denen allein die Macht meiner Hände ausreichte, um Dich vor Lust vergehen zu lassen, so gibt es andere Tage, an denen das Verlangen nach einem bestimmten Spielzeug übermächtig in uns wird. Wieder gleiten meine Finger suchend durch unsere Toys. Da - ich ertaste unsere Clamps. Alle drei Sorten lege ich fein säuberlich nebeneinander auf den Boden, bereit, sie in das dafür vorgesehene Behältnis zu legen. Unsere ersten Clamps - ein Geschenk einer befreundeten SMlerin, sanft, als Stimulanz geeignet, dann die stärkeren, die, bei denen sich das Glänzen in Deinen Augen schon verstärkt, wenn Du sie nur siehst. Dann unsere Schönsten. Ich hatte sie erst im letzten Jahr in Hamburg gekauft. Ich führe sie an die Lippen und küsse sie. Sie sind mit kegelförmigen Gewichten bestückt und ich liebe es, sie einzusetzen. Dein Gesicht verzerrt sich jedesmal vor Anstrengung und Lust und ich genieße es, Dich allein durch den Klang meiner Stimme dazu zu bewegen, die Gewichte schwingen zu lassen - so lange, bis der Schmerz vergeht und Du nur noch die Lust in Dir verspürst. Ich lese es an Deinem Gesicht ab, ich sehe es, wenn Du soweit bist. So weit weg von mir und doch ganz, ganz nah bei mir. Nun lege ich auch die Gewichte zu den anderen, schon geordneten Spielzeugen.    Jetzt suche ich unsere Knebel zusammen. Der leichte, über Stunden zu tragende Schwanzknebel, dann ist da der bösere, aufblasbare Knebel. Du magst ihn nicht und gerade deshalb nutze ich ihn immer wieder, wenn ich Dich strafe. Ich blase ihn auf und ein Schauer läuft mir über den Rücken, wenn ich daran denke, wie ich ihn Dir das nächste Mal schenken werde. Ich werde mir etwas fast Unmögliches ausdenken, und als Strafe für jedes Versagen werde ich dreimal fest pumpen. Also wird es ganz allein an Dir liegen, wie weit ich pumpen werden. Ich spüre fast das Glitzern in meinen Augen - oh, wenn es nur schon so weit wäre. Jetzt kommt unser interessantester Knebel. Er ist ein Ballknebel und er ist in ein Kopfgeschirr eingearbeitet. Ich weiß, dass man ihn nur über eine gewisse Zeit tragen kann, da er unbarmherzig die Kieferknochen auseinander drückt. Aber das Geschirr sieht nun einmal so erregend aus und wenn Du es dann trägst - wow - das hat einfach was. Die Versuchung ist groß, also schlüpfe ich selbst in das Geschirr und presse mir den Knebel zwischen die Zähne. Ich will mich auch einmal in diesem Geschirr sehen, will sehen, wie das leuchtende Rot des Knebels zwischen meinen Lippen leuchtet. Meine Finger nesteln an den Verschlüssen und kurze Zeit später sitzt das Kopfgeschirr, wie für mich angefertigt. Ich stehe vor dem Spiegel und betrachte das erregende Bild.
   Wie versunken betrachte ich mich und fahre erschrocken zusammen, Du plötzlich hinter mir stehst, mich ansiehst und mit bebender Stimme sagst:
   "So, Du bist also noch nicht fertig. Hatte ich Dir nicht 30 Minuten Zeit gegeben, den Koffer fein säuberlich aufzuräumen? Du hast ja nicht einmal die Hälfte sortiert. So befolgst Du also meine Anweisungen..." Ich stehe da, wie erstarrt - hatte die Zeit völlig vergessen.
   Du beugst Dich herab und hebst die Neunschwänzige auf und Dein Blick bedeutet mir: 'Beug Dich über den Tisch.'

   "Ich werde Dich lehren, meine Anweisungen zu befolgen!"

© 2000 Ambiente