In der Höhle

von Ambiente
 
 
 
    Da kniest Du nun vor mir. Und Du glaubst, weil Du mich bittend ansiehst, ist alles wieder vergeben? Das glaubst Du auch nur. Du hast mich erzürnt, Dich mir widersetzt und gejammert. Geh mir aus den Augen. Ich werde mir eine Strafe für Dich ausdenken. Warte in unserem Studio auf mich - und Du weißt - wie Du zu warten hast!

    Als ich eine Weile später unser Studio betrete, kniest Du auf den Fersen hockend, mit auf dem Rücken verschränkten Händen wartend da. In der Zwischenzeit hatte ich mich umgezogen und ich spüre, wie sehr Du Dir wünscht mich ansehen zu dürfen. Oh ja, ich weiß es, aber da wirst Du wohl noch eine Weile warten müssen. Ich schlendere um Dich herum und greife nach unserer Augenbinde und streife sie Dir über. Nachdem die Augenbinde fest sitzt, befehle ich Dir, Dich lang auf den Boden zu legen. Ich betrachte Dich, wie Du so lang ausgestreckt, nackt bis auf die Augenbinde, vor mir liegst. Wieder einmal fällt es mir schwer, nicht meinem Begehren nachzugeben, sondern das Spiel erst noch zu intensivieren.

    Spreize Deine Arme und Deine Beine - weiter - streng Dich mal an. Meine Metallabsätze klacken auf dem Boden, während ich immer engere Kreise um Dich ziehe. Ich ahne, wie sehr Du jetzt dem Klang meiner Schritte lauscht. Genüsslich nippe ich zwischendurch an meinem Glas Sekt. Ein Gedanke formt sich in meinem Kopf und ich hole zwei Stühle und stelle sie rechts und links von Dir auf, mit den Lehnen zu Dir stehend. Ich stehe jetzt direkt über Dir, in Höhe Deiner Hüften. Mit meinen Händen stürze ich mich auf den Rückenlehnen der Stühle ab. Dann stelle ich den ersten Fuß auf Deinen Rücken, verlagere langsam das Gewicht von dem Fuß, der noch auf dem Boden steht, auf den anderen, bis ich schließlich mit beiden Füßen auf Deinem Rücken stehe. Es klingt wie Musik in meinen Ohren, wenn ich Deinem Atem lausche, höre, wie erregt Du wirst. Ich weiß sehr wohl, wie geil es Dich macht, mich auf Dir zu spüren, aber Du musst schon noch spüren, dass es eigentlich eine Strafe werden soll, was hier auf Dich zukommt. Also verlagere ich langsam das Gewicht eines Fußes von der Sohle mehr und mehr auf den spitzen Absatz. Er drückt sich mehr und mehr in Deine Pobacke, dann verlagere ich wiederum das Gewicht auf den anderen Fuß, der zur Zeit auf Deinem Oberarm steht und wiederhole hier das gleiche Spiel. Hey, es macht Spaß, hier auf Dir herumzustolzieren und Dich wieder und wieder zwischen Lust und Schmerz hin- und hertaumeln zu lassen. Genug jetzt!

    Ich steige von Dir herab und befehle Dir, Dich aufzurichten. Inzwischen setze ich mich in einen gemütlichen Sessel und beauftrage Dich damit, Deine Augenbinde abzunehmen und mir ein weiteres Glas Sekt einzuschenken. Als Du vor mir stehst, um mir den Sekt zu reichen, blitze ich Dich wütend an und zische Dir zu: hast Du immer noch nicht gelernt, dass Du vor mir zu knien hast? Auf den Boden mit Dir, sofort. Hände flach auf den Boden! Ich stelle meine Schuhe auf Deine Hände und die Absätze pressen sich in Deine Handrücken. Es schmerzt, nichts wahr? Aber Du magst meine Füße doch so sehr, jetzt in diesem Augenblick nicht? Wie schade!

    Langsam und mit Bedacht trinke ich meinen Sekt aus, ahne ich doch, dass ich gleich nicht mehr dazu kommen werde. Dein Gesicht ist so nah an meinen Füßen und doch so weit entfernt. Einen Fuß nach dem anderen nehme ich jetzt von Deinen Händen, nehme Dein Aufatmen wahr und lächle vor mich hin, wie gering war doch der Schmerz, den Du gerade erdulden durftest, gegen das, was Dich noch erwartet.

    Ich weise Dich an, mir nun die Schuhe von den Füßen zu ziehen, langsam, mit Gefühl und nun darfst Du meine Füße verwöhnen, die gleichen Füße die Dir vorhin Lust gespendet haben und mit denen ich Dir Schmerz geschenkt habe, und die... aber das kommt erst später.

    Ich lehne mich zurück und genieße die Berührung Deiner Hände und die vorsichtigen Küsse von Dir. Du wirst nun mutiger und setzt Deine Zunge ein, gerätst in einen Taumel, weil ich Dich gewähren lasse. Ich weiß, Du wünscht Dir viel häufiger, dass ich Dir meine Füße überlasse, weiß ich doch, wie sehr Du Dich an ihnen erfreust. Spüre wie sehr Dein Blut in Wallung gerät, wenn ich Dir meine Füße an die Wangen halte, oder Dir gar - wie gerade jetzt - erlaube, sie zu liebkosen. Ich spüre immer wieder, wie leicht erregbar Du bist, sobald meine Füße ins Spiel kommen. Sanft fährt Deine Zunge nun über den Spann meines Fußes, sucht den Spalt zwischen zwei Zehen, lässt die Zungenspitze sanft dazwischen gleiten und setzt den Weg in jeden Zwischenraum zwischen den Zehen fort. Du bist so vertieft in Deine Zärtlichkeit, dass Du nicht bemerkst, wie sich ein Lächeln auf mein Gesicht zaubert. Ich genieße Dich so sehr, lass Dich aber auch genauso gern meine Macht spüren, die Macht, die ich über Dich habe, wenn ich Dich beherrsche, wie nur ich es kann.

    Genug! Hörst Du nun meine Stimme sagen - ruhig - beherrscht - und doch bestimmt. Du kennst diesen Klang und gehorchst - zwar mit Bedauern - aber doch sofort. Hast Du doch in unzähligen Sessions gelernt, dass es besser ist zu gehorchen - viel besser.

    Dein Puls erhöhnt sich, in Deinem Bauch kribbelt es - ich weiß es, denn wir haben oft genug im nachhinein über die Gefühle des anderen geredet.

    Ich stehe auf und befehle Dir, die Augen zu schließen und zu warten, zu warten auf das, was ich mir als Strafe für Dich erdacht habe, ich werde Dich lehren, zu genießen, was ich Dir biete. Nicht alles muss Dir ausschließlich Lust bereiten, oder?

    Ich hole den Strafbock, der auf unserer Strafbank liegt und lege die Handfesseln bereit. Ich nutze dieses simple Teil des Strafbockes so gern. Es zwingt Dich, Deinen Hintern hoch zu halten, ihn mir zu präsentieren. Was habe ich schon für herrliche Dinge mit Dir tun können, wenn Du an dieses Teil gebunden warst. Es ist wie für Dich gemacht, knie Dich jetzt hin, denn ich will den gerundeten Teil vor Dich hin schieben. Die Wölbung reicht genau bis zu Deinen Schenkeln. Meine Hand in Deinem Nacken, führt Dich nun hinunter, weiter und weiter, bis Dein Oberkörper auf der abschüssigen Fläche zu liegen kommt und Dein Gesicht wieder auf dem Boden liegt. Nun lege ich Dir nacheinander die Handfesseln an und fixiere die Fesseln mittels zweier Karabinerhaken an dem Aufsatz. Durch die Öffnung in dem Strafbock greife ich und hole Deinen Schwanz hervor, will ich Dir doch Schmerzen ersparen, wenn der arme Kerl anschwillt und Du Dich nicht mehr rühren kannst. Nun hole ich noch unsere Spreizstange und befestige diese an Deinen Fußgelenken. Nun noch die richtige Spannweite einstellen und Du liegst weit geöffnet mit hochgerecktem Hintern vor mir.

    Welch ein Anblick!

    Ich hole nun das KY und beginne sorgsam Deine runzlige Öffnung einzucremen. Ich lasse mir viel, sehr viel Zeit dabei, denn ich weiß, wie sehr Du jedes Mal davor zurückschreckst, wenn ich mich mit Deinem Po befasse. Du scheinst immer wieder zu vergessen, welche Gefühle ich da an dieser Stelle in Dir hervorzaubern kann. Während ich das Gleitmittel auf Deinem Muskel verreibe, dringt mein erster Finger mit der Fingerkuppe wieder und wieder in Dich ein, langsam, sanft. Ich höre auf Dich, Deinen Atem. Ich will hören, wann Du soweit bist, Dich soweit entspannst, dass Du beginnst es zu genießen. Wieder eine Fingerspitze voll KY und diesmal öffnet sich Dein Muskel, zwar zögerlich, aber er wird weicher, lässt mich in Dich eindringen. Ich bewege mich in Dir, langsam, auf und ab und genieße es, Dich zu hören. Jetzt schiebe ich einen weiteren Finger in Dich hinein, spüre, wie Du die Luft anhälst und halte ebenfalls einen Augenblick inne, genau bis zu dem Augenblick, wo Du weiteratmest, schneller, erregter. Wollte bis zu diesem Augenblick Dein gesamter Unterkörper nur durch dieses Loch verschwinden, dieses Loch im Strafbock, durch den Dein Schwanz für mich erreichbar ist, so beginnst Du langsam damit, Dich meinen Bewegungen entgegenzudrücken, so als wolltest Du mich in Dich einsaugen.

    Jetzt habe ich schon drei meiner Finger der rechten Hand in Dir und mit der linken Hand greife ich nach Deinem Schwanz und fühle seine Härte. Meine linke Hand streichelt Deine Männlichkeit, während die Finger meiner rechten Hand Dich weiten. Dein Muskel ist jetzt so weich, so geschmeidig, dass ich nun langsam diesen Punkt suchen kann, diese Stelle, die Dich jedes Mal rasend macht, wenn ich sie berühre. Der Druck auf diesen Punkt, der zwischen Deinem Poloch und Deinem Schwanzansatz liegt, ist wie ein Startknopf, der Dich einfach abheben lässt, Dich vergessen lässt, wo Du Dich befindest und wer Du bist.

    Oh wie gern versetze ich Dich in diesen Zustand, lasse Dich schweben, Dich aus Deinem Körper lösen und einfach nur noch fühlen. Dein ganzer Körper ist einfach nur noch Lust.

    Doch heute noch nicht, heute habe ich noch etwas anderes mit Dir vor, will Dich noch weiter treiben. Will Dir zeigen, was Du noch nie erlebt hast.

    Ich hole mir nun einen Stuhl und setze mich genau hinter Dich, lehne mich an und lege meinen Fuß auf Deinen Hintern, lasse meine Zehen nun durch Deine Spalte gleiten, bis auf Deine Hoden. Du zuckst, versuchst, den Zehen zu entkommen, bist ihnen aber ausgeliefert. Wieder lasse ich sie durch Deinen Spalte gleiten und lasse diesmal meinen großen Zeh einen Augenblick auf Deinem Muskel ruhen, verstärke den Druck und spüre, wie Dein Poloch nachgibt, verstärke den Druck und kann beobachten, wie der erste Zeh in Dich eindringt, sich einen Weg in die dunkelste Höhle Deinen Körpers bahnt. Du stöhnst - tief - Deine Stimme versagt, Du fühlst, fürchtest Dich und willst doch mehr. Ich spüre es, spüre wie Dein Hintern sich mir entgegendrückt. Ich ziehe meinen Fuß etwas zurück und verstärke den Druck sofort wieder, lasse meine Zehen Dein Arschloch ficken, tiefer und intensiver. Ich kann sehen, wie nun schon zwei, nein drei meiner Zehen in Dir verschwinden. Du wirst laut, schreist Deine Lust heraus. Ich gebe Dir etwas Zeit, verlangsamere meine Bemühungen Dir Lust zu verschaffen. Beginne wieder erst mit einem dann mit zwei, drei Zehen in Dir einzutauchen, versenke meinen Fuß mehr und mehr in Dir. Nun sind alle Zehen in Dir verschwunden, ich höre Dich, erkenne, wie nah Du Deinem Orgasmus bist und schenke ihn Dir, lass Dich genießen wie dieses Gefühl Dich hinwegschwemmt, Dich davonträgt und während Du in Dir zusammensackst, ziehe ich meine Zehen langsam, ganz vorsichtig wieder aus Dir zurück.

    Sanft löse ich die Spreizstange und die Handgelenkmanschetten und lasse Dich dann einfach liegen, gönne Dir die Zeit, um wieder ganz zu Dir zu finden. Streichle sanft Deinen Rücken und fühle unter meinen Fingerspitzen, wie Du sanft erschauerst und doch noch nicht so ganz erfasst, was Du gerade erlebt hast. Sanft flüstere ich Dir ins Ohr: für heute ist es genug, ich bin stolz auf Dich.




Erstveröffentlichung im Buch: Bittersüße Lust - Seitenblick Verlag

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