Sag ihnen Guten Morgen!

von Ambiente
 

   Es war ein herrliches Gefühl, in Deinen Armen aufzuwachen. Ich kuschelte mich enger an dich und dachte an die vergangene Nacht. Dein ganzes Bett roch noch nach uns und liess schon wieder diese unbändige Geilheit in mir erwachen.
   Ich richtete mich auf meinen Ellbogen auf und konnte dich nun ansehen. Du sahst so friedlich aus. Die schwarzen Handgelenkmanschetten stachen von der Bettwäsche ab und das Lederhalsband lag noch um Deinen Hals. Wie sehr mag ich es, dich so geschmückt zu sehen. Völlig erschöpft waren wir morgens um Drei in die Kissen gefallen, beide noch gezeichnet von dem letzten, sehr heftigen Orgasmus. Vor meinem inneren Auge zogen Fetzen der letzten Nacht vorbei. Ich sah dich, wie du da im Zimmer standest, mit verbundenen Augen und hoch über dem Kopf gefesselten Armen.
   Nie zuvor war ich mit einem Mann liiert, der so viele meiner Vorlieben teilte und gewisse Liebesspiele genauso sehr genoss wie ich. Vorsichtig nehme ich dir die Spuren der letzten Nacht ab, denn gefesselt warst du neben mir eingeschlafen. Langsam wachst du auf, und sofort stiehlt sich wieder dieses Lächeln auf dein Gesicht, welches immer einen wohligen Schauer über meinen Rücken und ein wollüstiges Kribbeln zwischen den Beinen hervorruft.
   Zärtliche Lippen berühren mich und ein gehauchtes: "Guten Morgen, Love..." war für mich wie ein Startschuss. Ich beginne mich zu bewegen, mein Körper berührt den deinen und unsere Beine verflechten sich ineinander. Plötzlich weiß ich genau, wie ich dich zu deinem ersten Orgasmus an diesem Tage treiben kann. Ich ziehe dich näher zu mir heran und flüstere dir ins Ohr: "Willst Du meinen Füßen nicht 'Guten Morgen' sagen?"
   "Deinen Füßen?", fragst du atemlos, weißt du doch ganz genau, wie selten ich dir meine Füße überlasse - zu empfindlich reagiere ich da auf deine Berührungen. Aber nach dem gestrigen Abend (und der Nacht) hast du es dir wirklich verdient. Also rutscht du ans Fußende und beginnst meine Füße zu streicheln, sie zu berühren und deine Zunge sucht sich ihre Bahn über die Fußsohlen. Ich kann gar nichts dagegen tun, deine Erregung greift auf mich über und ich beginne, dich mit meinen Füßen zu streicheln, lege sie abwechselnd an deine Wangen, streiche mit ihnen durch deine Haare, und du kannst sie riechen und lecken.
   Als du beginnst, mit deiner Zunge zwischen meinen Zehen zu spielen, ist es mit meiner Ruhe vorbei. Meine Hand beginnt deinen Schwanz zu streicheln und ich suche mit einem Fuß einen Weg in deinen Mund. Meine Zehen werden von deiner Zunge umspielt, und dein lautes Atmen und immer wieder erregtes Stöhnen lassen meine Erregungskurve irre ansteigen. Wieder und wieder hast du mir in letzter Zeit gesagt, wie sehr dich meine kleinen Füße anmachen, wie sehr es dich erregt, wenn ich dich mit ihnen berühre, sie über deinen Körper wandern lasse. Heute morgen kann ich mich davon überzeugen.
   Jetzt lege ich meine Fußsohlen wieder rechts und links an deine Wangen, beginne dich zu streicheln und schon schießt mir durch den Kopf, wie wir am Abend zuvor über das Strangulieren diskutiert hatten - und wie von selbst legt sich mein Fuß auf deine Kehle - sanft, aber doch mit Nachdruck drückt meine Fußsohle auf deinen Adamsapfel, und der andere Fuß schiebt sich weiter und weiter in deinen Mund. Deine Bewegungen werden heftiger, dein Stöhnen wilder und ich spüre, wie geil du wirst. Meine Finger umfassen deinen Schwanz noch fester und wichsen ihn heftiger, und dann spürte ich ihn, deine Zähne krallten sich in meine Zehen und unter einem Aufbäumen schleuderst du deinen Samen in großen Schüben über meine dich immer noch massierenden Finger.
   Wir brauchen beide ein paar Minuten, bis wir wieder ruhig atmen können. Dann schaust Du mich an und flüsterst mir leise zu: "DANKE, Love..."


© 1993 Ambiente