Im Flugzeug

von Ambiente
 

   Winfried hielt seine Freundin Vivian fest im Arm. Er befand sich in einem großen Zwiespalt. Einerseits freute er sich auf die Reise nach Jamaica, denn drei Wochen unbeschwerte Ferien warteten auf ihn. Er hatte sich für eine ungewöhnliche Art der Touristik entschieden. Er wollte nicht in irgendeinem Hotel wohnen. Nein, er hatte einen Zettel in der Tasche, auf diesem stand der Name und die Wegbeschreibung einer Jamaicanerin, die in ihrer Hütte im Dschungel immer wieder junge Urlauber beherbergte. Für kleines Geld, aber dafür mussten die Urlauber auch im Haushalt mithelfen, wie Holz für den holzbetriebenen Ofen besorgen. Andererseits war er traurig, dass Vivian ihn nicht begleiten konnte. Sie hatte einfach keinen Urlaub zur gleichen Zeit wie er bekommen.
   Wild küssten sich die beiden noch einmal um sich dann voneinander zu verabschieden, beide wissend, dass es drei lange Wochen dauern würde, bis sie sich wieder in den Armen halten konnten. Vivian begann in ihrer Umhängetasche zu kramen und holte drei Briefumschläge hervor.
   Mit tränengefüllten Augen sah sie ihren Liebsten an und gab ihm die Briefe. Aufschluchzend sagte sie: "Aber erst so öffnen, wie es darauf steht." Dann war die Zeit gekommen, der letzte Aufruf des Fluges und Winfried musste durch die Sperre. Noch einmal sah er sich um und sah Vivian winken, dann drehte er sich energisch um und begab sich auf den Weg zum angegebenen Warteraum. Hier setzte er sich hin um darauf zu warten, dass er an Bord des Flugzeuges gehen konnte. Erst jetzt schaute er auf die drei Briefe, die Vivian ihm gegeben hatte.
   Auf dem ersten stand: Erst auf Jamaica öffnen, wenn Du Dich einsam fühlst. Auf einem anderen stand: Im Flugzeug öffnen und auf dem letzten stand: Nur öffnen, wenn Du in Not bist. Er lächelte - was hatte sich Vivian da nur wieder ausgedacht?
   Aus Erfahrung wusste er aber inzwischen, dass es besser war, sich an die Hinweise, die sie ihm immer wieder gab, auch zu halten. Also steckte er die Briefe ein und als er das grüne Licht am Ausgang sah, begab er sich an Bord des Flugzeuges.
   Einige Stunden später, die erste Aufregung über den Flug war verflogen, das Abendessen vorbei und ein Film flimmerte über die Leinwand, nahm er sich den Brief, auf dem stand: im Flugzeug öffnen. Er stöpselte sich die Kopfhörer ein, suchte sich einen Sender mit softer Musik, öffnete den Brief und las:

   Mein Liebster,
   sei nicht traurig, dass Du ohne mich in den Urlaub fliegst. In Gedanken werde ich Dich begleiten. Genauso, wie ich Dich jetzt hier im Flugzeug begleite. Warte nur ab, Du wirst mich schon spüren. Stell Dir vor, ich sitze neben Dir, ignoriere Deinen Nachbarn und denke einfach, ich sitze da. Spürst Du meine Nähe? Nein? Noch nicht? Dann werde ich Dich dazu bringen müssen, dass Du meine Nähe spürst. Ich lege einfach meine Hand auf Deinen Oberschenkel und werde mich langsam aber sicher immer mehr Deinem Schwanz nähern. Spürst Du meine Hand schon? Sie legt sich auf Deinen Schwanz, streichelt ihn zärtlich. Gut das eine Decke über uns liegt, deshalb kann ich jetzt nämlich auch Deine Hose öffnen und gleich spürst Du meine warmen Finger um Deinen herrlichen Schwanz. Ich spüre ihn pulsieren. Ich mag es, Dich auf diese Weise zu erregen. Am liebsten würde ich mich jetzt rüberbeugen zu Dir, um Deine Eichel mit meinen Lippen zu umspielen, aber das geht wohl doch nicht. Noch nicht. Ich werde jetzt meine Spitze des Zeigefingers um Deine Eichel kreisen lassen, bis ich spüre, dass Du Mühe hast, ruhig auf Deinem Sitz sitzen zu bleiben. Dann lasse ich Deinen Schwanz los um zwischen Deinen Beinen hindurch nach unten zu greifen, um Deine beiden warmen Kugeln in meiner Handfläche zu spüren. Langsam und vorsichtig drücke und knete ich sie ein bisschen. Oohhh, Du hast ja Probleme ruhig zu atmen. Ich küsse Dich dafür. Aber dagegen, dass Du noch so ruhig sitzen bleiben kannst, muss ich etwas unternehmen. Deshalb schiebe ich jetzt auch die Decke etwas zur Seite und ich beuge mich über Deinen Schoß. Gleich spürst Du meine Zunge auf Deiner Eichel, ich werde an Dir saugen und Dich verwöhnen. Jetzt, spürst Du mich. Ich will Dich, will Dich schmecken. Komm, lass mich Dich schmecken...
   Ich weiß, dass Deine Hand jetzt auf Deinem Schwanz liegt, komm streichel Dich weiter und Du wirst spüren: Deine Hand ist meine Hand. Streichel Dich weiter und lass mich fühlen, wie sehr Du an mich denkst. Spüre mich. Ich will mehr, gib mir mehr. Ich spüre, wie sehr Du in meiner Hand wächst, wie Du Dich mir entgegenreckst. Ich höre Dich, ohhh, diese Laute kenne ich, gleich, gleich ist es soweit. Gleichst schenkst Du Dich mir. Jaa, jeeetzt.....

   Dein Kleines.

   Winfried hatte begonnen, den Brief zu lesen und mit jeder Zeile wurde er geiler. Diese Teufelsfrau, sie schaffte es doch immer wieder ihn zu überraschen. Es dauerte nicht lange und schon spürte er seine Hand tatsächlich auf seinem Schwanz. Gut, dass er die Decke tatsächlich über sich ausgebreitet hatte, denn so konnte er sich so berühren, wie sie es ihm in ihrem Brief vorphantasierte. Er ließ sich einfach fallen und zum Schluss hatte er wirklich das Gefühl, ihre Lippen um seinen Schwanz zu fühlen. Wohlig entspannt lehnte er sich nach dem Lesen des Briefes zurück und schloss die Augen, um den Brief noch einmal in Gedanken zu lesen.


© 1993 Ambiente