Der Ring

von Ambiente
 
 
 
   Sophia stieg in Düsseldorf in den ICE nach Bremen und suchte ihren reservierten Platz im Wagen 34. Sie bevorzugte normalerweise einen Platz mit Tisch, weil sie gerne die knapp dreistündige Fahrt nutzte, um am Laptop zu arbeiten oder um Details zu recherchieren.

   Für heute hatte sie jedoch bewusst einen Einzelplatz am Fenster gewählt, da sie erst einmal zur Ruhe kommen wollte. Sie hatte gewusst, dass es nicht einfach war, den Zuschlag für die Einführung einer neuen Management-Software für das große Industrieunternehmen zu erhalten. In Gedanken verloren schüttelte sie leicht den Kopf, denn viele männliche Geschäftspartner waren der Meinung, dass Frauen von der Materie Software, speziell im Bereich Unternehmenslösungen, nichts verstehen würden. Ein Lächeln huschte über ihr Gesicht, als sie an die vergangenen Stunden dachte und mit welchen Aussagen sie ihre fundierten Kenntnisse dieser speziellen Software skizziert hatte.

   ‚Eigentlich würde ich jetzt gerne ein Glas Sekt auf meinen Erfolg trinken‚ aber uneigentlich sollte ich das wohl lieber lassen‘, dachte Sophia, als sie an das Ziel ihrer Reise dachte.

   Ein verträumtes Lächeln huschte über ihr Gesicht, als sie an Lukas dachte, ihren Freund, aber vor allem ihren Master. Sie trafen sich regelmäßig – soweit es ihre Zeit erlaubte – und genossen ihre Zweisamkeit. Ihre Hand griff automatisch an den Halsreif, den sie trug – das größte Geschenk, welches er ihr machen konnte. Es signalisierte alles:

   Du bist mein – du gehörst mir!

   Wie die Zeit verflog... noch eine halbe Stunde und sie hatte ihr Ziel erreicht. Seit vier Wochen hatte sie ihn nicht gesehen, denn er hatte ihr aufgetragen, nicht zu kommen, da er etwas Besonderes arrangierte. Kein Wort hat sie von ihm erfahren. Er schenkte ihr immer nur die Worte: „Du wirst es spüren.“ Kein Bitten half, kein Jammern, kein Flehen.

   In diesem Augenblick kam die Durchsage, dass in wenigen Minuten Bremen erreicht würde. Also packte Sophia ihre Sachen zusammen und ging erwartungsvoll zur Zugtür. Es war immer noch wie beim ersten Mal: Herzrasen, Bauchkribbeln, Freude und Erwartung pur.

   Schon bei der Einfahrt in den Bahnhof hatte sie Lukas erspäht. Er stand lässig zwischen zwei Säulen.

   Voller Vorfreude eilte sie nach dem Aussteigen auf ihn zu, ließ die Laptoptasche auf den Boden gleiten und fiel ihm einfach um den Hals. Zu lange hatte sie ihn nicht gesehen, nicht gespürt und nicht berührt.

   Er erwiderte ihre Umarmung nicht, sondern löste bestimmt ihre Hände, die noch um seinen Hals geschlungen waren.

   „Meine Kupferlady“, sagte er mit seiner sonoren Stimme, die sie so sehr mochte, schob sie ein Stück zurück, blickte sie ernst an und wartete, bis sie zwei Schritte zurückgetreten war.

   Er blickte sie an - ihr kam es wie eine Ewigkeit vor, dann legte er eine Hand an ihre Wange, in die sie sich sofort hinein schmiegte. Er nahm seine andere Hand, griff in ihre zusammengesteckten Haare und zog die Haarnadeln heraus, sodass ihre Haarpracht wie ein Wasserfall über ihren Rücken glitt.

   Dann löste er seine Hand, und sagte mit klirrender Stimme zu ihr: „Folge mir“.

   Ein wenig verdattert nahm sie ihre Laptoptasche und folgte ihm, konnte aber kaum Schritt mit ihm halten. Vor dem Bahnhof stand sein Wagen und er hielt ihr die Tür auf, damit sie einsteigen konnte. Dabei nahm er ihr den Laptop und auch ihre Handtasche ab, um sie in den Kofferraum zu legen.

   Dann stieg auch er in den Wagen, schaute sie an – ein leichtes Lächeln war zu erahnen – und sagte mit seiner DOM-Stimme: „Schweig, bis ich dir erlaube zu reden!“

   Sophia lehnte sich in den Sitz zurück und griff wieder gedankenverloren an ihr Halsband. Es lief ganz und gar nicht so, wie sie es erwartet hatte, bzw. wie es sonst war, wenn sie sich trafen.

   Als beide in seinem Haus angekommen waren, führte er Sophia in die liebevoll und gemütlich eingerichtete Wohnküche.

   „Hast du alles vergessen?“ fragte er Sophia. „Wie hast du mich in der Öffentlichkeit zu begrüßen? Antworte mir!“

   Sophia blickte beschämt zu Boden und trat nach einigen Sekunden langsam auf ihn zu. Zwei Schritte vor ihm blieb sie stehen, legte ihre Arme auf den Rücken, sodass sich ihre Handgelenke kreuzten, beugte ihren Kopf und sagte: „Master, ich begebe mich ganz in deine Hände!“

   „Fassen wir zusammen: Du berührst mich ohne Erlaubnis, deine Haare sind hochgesteckt und du hast in den letzten Wochen immer wieder nachgebohrt und wolltest mein Geheimnis ergründen!“ Er holte tief Luft und sagte: „Zieh dich aus und komme in den Wohnraum, wie du es gelernt hast!“ Nach diesen Worten drehte er sich um und ließ sie allein.

   Sophia war erst wie erstarrt. Dann kam ihr die Erkenntnis, dass sie sich einiges eingebrockt hatte, aber vor allem eines wurde ihr bewusst: Das Spiel – ihr Spiel, es hatte bereits begonnen.

   Sie zog sich schnell aus, legte ihre Kleidung auf den dafür vorgesehenen Stuhl und betrat, nur mit dem Halsreif geschmückt, den Wohnraum. Sie hielt den Blick zu Boden gesenkt und kniete sich in die Mitte des Raumes, wie er es sie gelehrt hatte, schloss die Augen und wartete. Wartete auf ihn, auf das Geschehen und spürte, wie die Hektik der letzten Tage von ihr abfiel und sie nun auch innerlich im „Hier und Jetzt“ ankam.

   Sie wusste nicht, wie lange sie bereits wartete, es war auch nicht wichtig. Sie lauschte, hörte seinen vertrauten Schritt und spürte den feinen Luftzug, als er die Tür öffnete und den Raum betrat. Er blieb vor ihr stehen und sagte: „Steh auf und schau mich an!“
Sophia öffnete die Augen, sah die mit einer langen Lederhose bekleideten Beine ihres Masters und schaute erst dann hoch. Er reichte ihr seine Hand, um ihr aufzuhelfen, die sie auch dankbar annahm, da ihr die Beine eingeschlafen waren, sie sich aber nicht rühren wollte, um sich nicht noch mehr Strafpunkte einzuhandeln.

   Als sie vor ihm stand, schaute er sie ernst an und sagte zwar leise, aber mit fester Stimme: „Dein Strafregister ist inzwischen ziemlich angewachsen. Da werde ich wohl heute fester durchgreifen müssen. Komm mit!“ Ohne zu schauen, ob sie ihm folgte, ging er voraus, aus dem Zimmer und die Treppe hoch in den oberen Wohnbereich. Vor einer Wandnische blieb er stehen, öffnete eine von einem Vorhang vor Blicken geschützte Gittertür und öffnete diese. Er trat einen Schritt zur Seite und bedeutete ihr, in den gut 2 qm großen Raum zu treten – und zwar mit dem Gesicht voran. Bevor sie begriff was mit ihr geschah, spürte sie die Hände ihres Masters an ihrem Hals und ehe sie verinnerlichte was geschah, hatte er ihr das Halsband abgenommen und sie in die Kammer geschoben. Hinter ihr hörte sie, wie die Gittertür ins Schloss fiel und ein Schlüssel mit leichtem Quietschen umgedreht wurde.

   Sie war allein und als erstes fiel ihr auf, wie verloren sie sich fühlte. Ihre Hände griffen an ihren Hals und es war nicht mehr da: Ihr Halsband – ihr Zeichen der Verbundenheit zu ihm. Das Halsband, welches seit dem ersten Anlegen durch ihn, ihren Hals immer umschlungen hatte.

   Die Zeit tropfte dahin. Nach einer Weile rutschte sie mit dem nackten Rücken an den Gitterstäben herab und setzte sich auf den Boden. Dieser war mit einer Art Gymnastikmatte ausgelegt. ‚Ob ich das darf?‘, fragte sie sich, aber er hatte ihr keine anderslautende Anweisungen gegeben.

   Nach einer Weile begannen ihre Gedanken auf Wanderschaft zu gehen und sie sah rückblickend, wie sie das erste Mal buchstäblich in Lukas hineingelaufen war: Es war in einer Hotelhalle in der Messestadt Frankfurt. Sie war im Begriff das Hotel zu betreten und kramte dabei schon in ihrer Handtasche nach der Schlüsselkarte für ihr Zimmer. Er wollte das Hotel gerade verlassen und checkte dabei kurz seine Nachrichten auf dem Handy. Instinktiv schloss er seine Arme um sie, als sie frontal in ihn hineinpreschte. „“Holla, nicht so stürmisch, Kupferlady!“ sagte er, mit Blick auf Ihr schimmerndes Haar in einem satten Kupferton. Sophia, immer noch in seinen Armen liegend, schaute hoch und verlor sich in den schiefergrauen Augen des Mannes.

   Lukas lächelte amüsiert auf sie runter und meinte: „Ich glaube, eine Tasse Kaffee würde uns jetzt guttun.“ Kurze Zeit später saßen beide im Hotelrestaurant und tranken Kaffee. Unauffällig musterte Lukas die vor ihm sitzende Sophia. Ihm gefiel was er sah, dass lockig fallende Haar in dem herrlichen Farbton, die strahlenden blauen Augen. Sophia war in ein dunkelblaues Business-Kostüm von Stella McCartney gekleidet. Eine weiße Bluse vervollständigte ihr Outfit. Die Blicke von Lukas wurden aber immer wieder magisch angezogen von dem in verschiedenen Kupfertönen gehaltene Seidentuch, welches wie ein Choker eng um ihren Hals lag.

   Auch Sophia gefiel, was sie da sah. Dunkelhaarig, großgewachsen und ein Blick, der sie in eine Stimmung versetzte, die sie nicht richtig deuten konnte.

   Sie redeten und kamen von einem Thema zum anderen, keiner wollte gehen. Sophia erfuhr, dass er selbständig als Mediendesigner tätig war und viel von zu Hause aus arbeitete und dass er ein Haus etwas außerhalb der Stadt bewohnte, mit einem Garten mit hoher Hecke, sodass niemand Einblick in den Garten hatte.

   Plötzlich sah er sie an und fragte: „Ich möchte gerne etwas ausprobieren, darf ich?“

   Sophia schaute ihn fragend an und nickte dann kurz. Er rutsche etwas näher heran, beobachtete Sophia genau und schob dann einen Zeigefinder unter das Seidentuch. Wie er es vermutet hatte, schlug sie sofort die Augen nieder.

   „Du bist also eine Sub? Verlangt es dich nach Unterwerfung oder Schmerz?“

   So hatte damals vor zwei Jahren ihre Beziehung begonnen, die sich immer weiter vertieft hatte.

   Nun saß Sophia in dem Käfig, auch eine Phantasie von ihr, die er wahrgemacht hatte, und wartete. Wartete auf ihren Master, dem sie bedingungslos vertraute. Er hatte oft genug bewiesen, dass er in ihr lesen konnte wie in einem Buch.

   Wieder fuhren ihre Hände zum Hals, und es schmerzte mehr als jeder Peitschenhieb, das Halsband dort nicht zu fühlen. Sophie fuhr hoch und stand sofort auf, als sie die Schritte ihres Masters auf der Treppe hörte. Sie stand wieder der Gittertür abgewandt, so wie er sie hineingeschoben hatte.

   „Dreh dich um und schau mich an!“ sagte er. Sophia folgte umgehend dieser Anweisung, schwieg aber.

   Er öffnete die Tür und reichte ihr seine Hand, damit sie erkannte, dass sie jetzt die Kammer verlassen durfte. Er hielt ihre Hand weiterhin und führte sie die Treppe hinunter und führte sie zu der Tür, hinter der sich das „Spielzimmer“ verbarg. „Schließe jetzt deine Augen und öffne sie erst, wenn ich es dir erlaube!“

   Sie hörte, wie er die Tür öffnete, und dann spürte sie die Berührung seiner Hand zwischen ihren Schulterblättern. Die eine Hand zog sie vorwärts, während die andere lenkte und ihr den Weg wies.

   Er blieb stehen, der Druck zwischen ihren Schulterblättern verschwand und sie hörte seine Stimme: „Knie dich hin und nehme deine Hände auf den Rücken.“

   Sie hörte seine Schritte und ein leicht knarzendes Geräusch, sodass sie wusste: Er sitzt jetzt vor mir.
„Öffne nun deine Augen!“

   Sophia öffnete die Augen, blinzelte ein wenig und sah ihren Herrn auf dem kleinen Ledersofa sitzen.

   Er hielt ihr ihren Halsreif entgegen und sagte: „Ich glaube, du brauchst deutlich mehr Führung! Deshalb habe ich ihn vervollständigt und an ihm diesen Ring befestigt. Ich werde dir gleich zeigen, wie wirksam er sein kann! Wende mir nun den Rücken zu.“

   Mit diesen Worten legte er ihr das Halsband wieder um, drehte sie zu sich herum, um es zu bewundern.

   Dann hielt er ihr einen Handspiegel hin, sodass sie selbst sehen konnte, wie es nun aussah.

   Mit strahlenden Augen schaute sie zu ihm hoch. Automatisch gingen ihre Finger zum Halsreif, und sie betastete und befühlte den Ring – bis sie seine Stimme hörte:

   “Hab' ich dir gestattet, die Hände nach vorn zu nehmen?“ Wie ein Blitz schoss seine Hand nach vorne und sein Zeigefinger schob sich in den Ring. Daran zog er sie so weit zu sich heran, dass sie Mühe hatte, auf den Knien zu bleiben. „Immer wenn du in diesem Raum bist, wird das Halsband durch diesen Ring geschmückt werden. Im Laufe des Abends wirst du noch einige Dinge kennenlernen, die ich in den letzten vier Wochen in diesem Raum vorbereitet habe.“

   Er ließ den Zug etwas nach, half ihr beim Aufstehen und legte ihr sorgsam Handgelenkfesseln an. Er prüfte mit zwei Fingern, ob die Manschetten nicht zu stramm saßen. Dann schob er einen Finger durch den Ring und führte sie so zur Tür. In etwa 1,50 m Höhe befand ich eine in die Wand eingelassene Schiene, die sich um den gesamten Raum zog. An allen vier Seiten gab es einen Abzweig nach unten. Sophia sah, dass sich ca. 10 cm über dem Boden ebenfalls eine Schiene befand. Bei genauerem Hinsehen waren auch auf dem Boden Schienen eingelassen, von den vier Seiten kommend und in die Mitte führend. In der Mitte des Raumes trafen alle vier Schienen wieder zusammen.

   Sophia sah ihren Herrn fragend an und wartete auf eine Erklärung. Die folgte auch sofort, wortlos. Er nahm eine Kette, ca. 50 cm lang, die in der Rille hing und befestigte die Kette mit einem Panikhaken in den Ring ihres Halsbandes. Mit einem zweiten Haken verband er ihre Handgelenke miteinander.

   Dann ging er zu seinem Sofa und rief sie zu sich: “Du hast doch sicher Hunger, oder? Komm zu mir und verdiene dir dein Essen.“ Er zeigte auf einen kleinen Tisch, auf dem ein herrlicher Obstsalat stand.

   Sophia bewegte sich etwas zu ihm hin, wurde aber sofort durch die Kette gestoppt. ‚Das muss doch gehen‘, dachte sie sich, ‚mein Herr baut so etwas nur, wenn es auch funktioniert‘. Also stellte sie sich seitwärts zur Wand und bewegte sich rückwärts in seine Richtung. So ging es, die Kugel, die sich in der Rille befand, rutschte leichtgängig vorwärts. Schwieriger wurde es, als sie an der Abzweigung in der Mitte der Zimmerwand ankam. Sie musste die Kette anspannen und gleichzeitig nach oben ziehen, um die Kugel weiter geradeaus zu führen und nicht nach unten zu gleiten. Dann ging es weiter.
Als Sophia neben ihrem Herrn angekommen war, stellte sie fest, dass sie an der Wand stehend den Obstkorb keinesfalls erreichen konnte. Sie schaute ihren Herrn flehentlich an, aber der zeigte einfach auf die Schienen, die sich auf dem Boden befanden, und genau da stand das kleine Tischchen mit dem verführerischen Obst. Sie verstand, machte sich auf den gleichen Weg wieder zurück, bis zu der Stelle wo die Rille nach unten führte und hangelte sich so weiter, bis sie fast unten war. Der Schweiß stand ihr auf der Stirn und ihr Atem ging ziemlich heftig. Sie überlegte, wie sie am besten die Kugel in die Rille auf den Boden bekam, denn 50 cm ist nicht gerade lang. Sie versuchte es auf die eine oder andere Art und stellte dann fest, es ging nur, wenn sie auf die Knie ging und sich dann weiter vorarbeitete. Nach einer guten Viertelstunde kniete sie endlich vor dem Obstkorb und schaute verlangend auf die Früchte.

   Bevor Sophia mit den Händen nach den Trauben greifen konnte, stand Lukas auf, verband ihre Handgelenke mit dem Ring und lächelte sie süffisant an. Also blieb Sophia nichts anderes übrig, als das klein geschnittene Obst mit den Lippen vom Teller zu klauben und es sich schmecken zu lassen. Als sie genug hatte, richtete sie sich auf, nicht ohne ihm eine vorwurfsvollen Blick zuzuwerfen, denn der Obstsalat hatte feuchte Spuren auf ihrem Gesicht hinterlassen. Als Lukas ihren Blick sah, verdunkelten sich seine grauen Augen fast zu Stahl.

   Er trat an sie heran, löste den Haken, mit dem die Kette mit dem Ring verbunden war, und stützte Sophia, damit sie aufstehen konnte. Wortlos schob er seinen Zeigfinger durch den Ring und zerrte sie hinter sich her ins Bad bis unter die Dusche.

   Er griff zu der links an der Wand hängenden Kette und fixierte diese im Ring des Halsbandes und wiederholte das Ganze auch rechts. Er drehte die Dusche auf, wohlwissend, dass das Wasser nicht sofort eine angenehme Temperatur hatte. Er trat ein paar Schritte zurück und lehnte sich gegen die Wand, während er sie beobachtete. Er konnte in ihren Augen lesen wie in einem Buch. Es wirbelte nur so: Wut, Ärger, Erkennen, Demut und dann Dank! Sie hatte erkannt, dass es eine Strafe war. Ihr Gesicht war mittlerweile von den Fruchtsäften befreit und sauber. Ihr gesamter Körper war nass. Als er das Wasser abstellte, trat er wieder zurück und beobachtete Sophia, denn er ahnte, was gleich passieren würde: Es dauert nicht lange und Sophia trat von einem Bein auf das andere und wurde sekündlich unruhiger. Unverwandt sah er sie an und ließ nicht den Hauch eines Lächelns erkennen. Er wusste, dass er sie an eine ihrer Grenzen brachte, und war gespannt, ob sie den Schritt darüber wagte, oder nicht.

   Inzwischen bettelten ihre Augen ihn an ihr Mund formte ein: „Bitte Master“, aber er reagierte nicht. Bisher hatte Sophia ihn noch nie zusehen lassen, wenn sie auf der Toilette war. Heute wollte er es als Strafe erzwingen.

   Er schaute sie an, trat auf sie zu, legte seine Hände rechts und links um ihr Gesicht und befahl: „Lass es zu – lass es laufen!“ Wild schüttelte Sophia den Kopf. Aber alles half nichts, die Natur nahm ihren Lauf und sie konnte es nicht mehr zurückhalten. Hochaufgerichtet, stand sie da, fixiert in der Dusche, und es lief einfach aus ihr heraus.

   Lukas ließ die Dusche noch eine Minute laufen und stellte sie dann ab.

   Er löste alle Haken der Ketten aus dem Ring und gab auch Sophias Arme wieder frei. Nur das Halsband mit dem Ring schmückte sie noch.

   „Du darfst nun wieder reden!“, sagte er zu ihr, als er sie zärtlich mit dem angewärmten Handtuch abtrocknete und ihr ein kleines Handtuch für ihre Haare reichte.

   Kurz darauf waren beide wieder im Spielzimmer. Lukas saß auf dem Sofa, Sophia kniete zu seinen Füßen und genoss es, dass er ihr erlaubte, ihren Kopf auf seine Knie zu legen.

   „Die Schienen, die du an den Wänden und auf dem Boden siehst, dienen dazu, dass du dich im fixierten Zustand fortbewegen kannst und zwar nur so, wie ich es vorgesehen habe, denn ich habe die Möglichkeit, Abzweigungen zu blockieren. Außerdem habe ich viele Möglichkeiten geschaffen, deinen neuen Ring als Fixiermöglichkeit zu nutzen. Du wirst sie in den nächsten Treffen so nach und nach kennen- und lieben – oder auch hassen lernen.“

   Sophia schaute sich im Raume um und ihr Blick blieb wie gebannt... nicht an den Schienen, sondern an dem neuen Strafbock hängen.

   Lukas erkannte sofort, was Sophia fesselte. Auch er war ganz gespannt darauf, welche Fixiermöglichkeiten der Strafbock bot, aber erst musste seine Kupferlady ihre gerechte Strafe erhalten.

   „Sophia, knie dich vor mich hin, nimm deine vorgeschriebene Position ein und zähle auf, wofür du dir Strafen verdient hast. Danach werden wir über dein Strafmaß sprechen.“

   „Master – ich habe mir nichts zu Schulden kommen lassen. Sehnsucht trieb mich in deine Arme. Qualvolle vier Wochen durfte ich dich nicht sehen. Da ist eine Umarmung doch verständlich, oder?“

   „Und deine ständige Fragerei...?“

   „Master, ich bin eine Frau, und Frauen sind nun mal so!“

   Von unten nach oben linste Sophia ihren Master an und dachte bei sich: '2:0 für mich'

   Lukas erhob sich, griff in ihre Haarmähne und wickelte sich die Haare um eine Hand, so zog er Sophia auf die Füße. Ohne ein Wort der Erwiderung zerrte er sie zur nächsten Schiene, die 10 cm über dem Boden verlief. Er drückte sie wortlos herunter und verband die Kette, die mit der Kugel verbunden war, mit ihrem Ring am Halsband. Die Kette war nicht sehr lang – genau genommen 15 cm lang.

   Sophia kniete sehr gebeugt durch die kurze Kette vor der Wand und zuckte zusammen, als sie erkannte, dass ihr Master Nippelklemmen in der Hand hielt. Sie hasste diese Teile, konnten ihnen keine Lust abgewinnen. Genau deshalb waren sie in diesem Moment die richtige Strafe. Lukas befestigte die Klemmen sorgsam, denn er ahnte, dass es nicht lange dauerte, und die Gewichte würden über den Boden schleifen, was die Pein vervielfältigte, die auf Sophia wartete.

   „So, Kupferlady, du meinst, du hast keine Strafe verdient? Ich sehe das anders, und wegen mangelnder Einsicht verkünde ich dir jetzt dein Strafmaß: Du kriechst, mehr wird dir nicht möglich sein, zum Strafbock, den Weg kannst du dir selbst wählen. Jede Minute, die du länger als 5 Minuten brauchst um anzukommen, erhöht deine Strafe wie folgt: 10 Schläge mit der neunschwänzigen und 5 Schläge mit dem Rohrstock.
Am Strafbock angekommen, werde ich dich nach meinem Gusto befestigen und dir deine Strafe verabreichen. Also, bist du innerhalb von 5 Minuten am Bock, bedeutet das 10 Schläge mit der Peitsche und 5 Schläge mit dem Rohrstock. Jede weitere Minute, nun, das habe ich dir ja bereits gesagt. Du darfst die Kette mit den Händen führen. Solltest du die Nippelklemmen anfassen, gilt zusätzlich eine Strafe, die ich dir am Bock erklären werde! Hast du mich verstanden?“

   Zornig und aufgebracht erwiderte Sophia, ohne viel nachzudenken: „Natürlich, ist ja wohl nicht so schwer.“ Das Aufblitzen seiner Augen verriet ihr, dass es nicht gerade geschickt war, ihn so zu reizen. Aber jetzt war es raus, und trotzig presste sie die Lippen aufeinander.

   „Die Zeit läuft ab jetzt.“ Spielerisch gab er ihr einen Klaps auf den Hintern und schaute amüsiert zu, wie sie begann, die Kette vorzuschieben und auf den Knien nachzurücken. Die Clamps gerieten ziemlich ins Schwingen. Nach gut zwei Minuten hatte sie die Abzweigung erreicht, an der sie die Kette in die Bodenrinne schieben wollte - aber es klappte nicht, so sehr sie sich auch bemühte. Sie schaute hoch zu ihm und sah ihn auf dem Sofa sitzen und amüsiert mit einer Fernbedienung winken. Der Schweiß perlte mittlerweile auf ihre Stirn und sie begriff: Er hatte diese Möglichkeit blockiert, also musste sie weiter zur nächsten Abzweigung.
Das Auf-den-Knien-rutschen wurde immer mühseliger und die Brustwarzen schmerzten, sodass ihr immer öfters ein Stöhnen über die Lippen brach. Nach weiteren drei Minuten gelang ihr das Einfädeln der Kette in die Bodenschiene und sie glaubte sich bald am Ziel. Sie schaute sich um und versuchte aus ihrer Perspektive heraus festzustellen, wo der Bock genau stand und wie sie ihn am besten erreichen konnte. Sie hoffte sehr, dass in der Mitte des Raumes, wo sie nochmals einen Abzweig überwinden musste, er diesen nicht auch blockiert hatte. Doch sie kam durch, mit roten Knien und derart schmerzenden Brustwarzen, wie diese vorher noch nie gepeinigt worden waren.

   „8 Minuten, meine Kratzbürste. Also: 40 Schläge mit der 9-Schwänzigen und 20 mit dem Rohrstock.“

   Er ging zu Sophia und streichelte sie zärtlich, bevor er ihr den Schweiß von der Stirn wischte. Er löste die Kette von dem Ring und half Sophia aufzustehen. Er fasste nach den Clamps, schaute sie an und fragte: „Bereit?“
Sophia nickte, konnte aber jeweils einen Aufschrei nicht verhindern, als er erst die eine und dann die andere Klemme entfernte. Der Schmerz traf sie mit voller Wucht, schien aber auf dem kürzesten Weg in ihre Scham zu fahren, denn sie spürte, wie sehr es sie erregte.

   Lukas fasste Sophia am Arm, legte seine andere Hand zwischen ihre Schulterblätter und dirigierte sie so zu dem Strafbock. Kurz vor dem Bock hielt er an und bedeutete Sophia, einen Augenblick zu warten. Er stellte den Bock so ein, wie er ihn jetzt haben wollte. Er klappte eine zweite Auflagefläche in Höhe ihrer Knie nach vorn und bedeutete ihr, sich darauf zu knien. Die große Auflagefläche befand sich genau in Höhe ihrer Scham und Lukas drückte sie soweit herunter, dass ihr Oberteil bis unterhalb der Brüste auflag.

   Danach legte er Sophia Hand- und Fußgelenkmanschetten an. Die Fußgelenke wurden fixiert und die Handgelenke würden seitwärts an den vorderen Füßen des Strafbocks befestigt.

   Lukas prüfte die Fesseln und massierte Sophias Nacken. Dann holte er die 9-Schwänzige und den Rohrstock herbei.

   Mit einem Flogger, den er federleicht über ihren Rücken und den Hintern tanzen ließ, erwärmte er sorgfältig alle Hautpartien, die er gleich strafen wollte.

   „Ich werde die ersten 10 Schläge mit der Peitsche nun auf deinem Rücken verteilen!“

   Schon landete der erste Hieb unterhalb ihrer Schulterblätter, und sie nahm ihn an und stellte sich auf den folgenden Schmerz ein, der aber ausblieb, denn Lukas wollte sie in den Sog ziehen, der sie ergriff, wenn sie jedem Schlag entgegenfieberte, und er wusste, wie er sie dazu bekam. Erst beim achten Schlag entfuhr ihr ein erstes Stöhnen. Die Schläge 9 und 10 waren deshalb heftiger, und Sophia keuchte bei jedem Schlag auf. „Die nächsten fünf landen auf deiner rechten Pobacke – wappne dich.“

   Der erste Schlag wurde so ausgeführt, dass die Enden der Peitschenschnüre zwischen den Pobacken aufklatschten. Er wusste, dass sie die 9-Schwänzige liebte – aber halt nicht so, doch Strafe musste sein. Die nächsten vier folgten schlagartig aufeinander, und Sophia konnte ihre Tränen nicht mehr zurückhalten.

   Ohne lange zu fackeln ließ er die nächsten 5 Schläge auf ihre linke Pobacke klatschen, zog aber fester durch, da er die Aufschlagkraft diesmal auf die Hinterbacke konzentrierte.

   Danach legte er die 9-Schwänzige zur Seite und begann den Rücken von Sophia leicht zu streicheln, sensibilisierte jeden einzelnen Quadratmillimeter ihrer Haut. Dann hielt er ihr ein Glas Wasser mit Strohhalm an die Lippen.

   „Bereit für die nächste Runde? Je 10 auf die Oberschenkel?“ Er suchte ihren Blick und tauchte ein in ihre flackernden Augen. In ihnen spiegelte sich die nackte Lust.

   Lukas platzierte Schlag auf Schlag, jeweils rechts und dann links, und ihr Jammern war Musik in seinen Ohren.

   Er griff zu dem Rohrstock und ging um den Strafbock herum, damit Sophia einen Blick darauf werfen konnte. Da kam ihm ein Gedanke und er schob den Stock zwischen ihre Zähne und sagte: „Lass ihn nicht fallen!“ Dann griff er nach den herrlichen Brüsten, die sich ihm darboten, knetete, massierte und drückte ihre Brüste und kniff in die Brustwarzen, woraufhin Sophia laut aufschrie - und prompt fiel der Rohrstock auf den Boden.

   „Nun, du hast es nicht anders gewollt!“, flüsterte Lukas ihr ins Ohr und begann sorgsam ihre Rosette zu dehnen. Immer wieder fuhren seine Finger in ihre feuchte Tiefe und verteilten dann die Feuchtigkeit auf ihrer engsten Stelle des Körpers. Als er erst einen und dann sogar zwei Finger in ihren Hintern schieben konnte, nahm er den bereitgelegten Plug, nutzte ausreichend Gleitgel und schob das quälende Spielzeug stetig in die dunkle Höhle der Lust. Sophia versuchte mit allen möglichen Verrenkungen, dem quälenden Eindringling zu entkommen. Als der Buttplug tief in ihr steckte, nahm Lukas den Rohrstock zur Hand und sagte die ersten 10 Schläge auf den Hintern an.

   Schlag auf Schlag, immer einer kurz unter dem anderen aufschlagend, fiel die Pein über ihren Hintern herein. Sophia schrie, weinte und schluchzte. Ihr Hintern stand reineweg in Flammen.

   „Jetzt sind es noch zehn Schläge – je fünf auf jede Fußsohle. Dann hast du deine Strafe ausgehalten!“ Wild warf Sophia ihren Kopf hin und her – doch Lukas hatte ihre Unterschenkel so auf der Bank des Strafbocks fixiert, dass er freien Zugriff auf diese besonders empfindlichen Zonen ihres herrlichen Körpers erhielt. Er minderte deutlich die Schlagstärke, denn er wusste, dass sie Panik vor Schlägen auf die Fußsohlen hatte. Aber sie hatte es herausgefordert. So erhielt jede Fußsohle ihre fünf Streiche mit dem Rohrstock, sodass ein deutliches Kribbeln zurückblieb, welches sie auch noch den ganzen Abend begleiten würde.

   Sophia zitterte inzwischen am ganzen Körper, und Lukas löste nach und nach die Manschetten, half Sophia auf ihre Füße. Dann nahm er sie kurzerhand auf seine Arme und brachte sie hinüber zum Sofa. Er küsste ihre Tränen fort und streichelte sie beruhigend, bis sie sich ganz eng in seine Arme kuschelte, weil sie sich so beschützt fühlte. Lukas entfernte den Ring von ihrem Halsband und steckte ihn ein, denn er war nur für ihre innigsten Momente gedacht.

   „Meine Kupferlady“, hauchte er und küsste sie zärtlich, und beide ließen den Abend mit ihrem Lieblingssekt „Napoleon Muskat“ im Wohnzimmer ausklingen und genossen die Nähe des anderen.




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